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Warum eine neue Multifunktionsanlage?
Einige werden sich fragen warum überhaupt eine andere
Strecke gebaut werden soll, 20 Jahre war doch alles Gut.
Es sind verschiedene Gründe, die für eine Veränderung
sprechen.
Der Aufwand für den Aufbau der Strecke ist wahnsinnig groß,
er geht von Dienstag bis einschließlich Freitag. An diesen Tagen sind im
Durchschnitt 35 Helfer im Einsatz (am Freitag sogar über 50) die eine komplette
Rennstrecke aufbauen müssen. Ein Personal- und Zeitaufwand, der in der heutigen
Zeit immer schwerer zu organisieren ist. Viele verbringen 14 Tage ihres
Jahresurlaubes für den Auf-, Abbau und
natürlich während der eigentlichen Veranstaltung, damit die ca. 400
Teilnehmer ihre Runden drehen können.
Die Starterklassen der Deutschen Historischen Meisterschaft
(DHM) sind auf dem Schottener Stadtkurs bis zu den Baujahren 1968 begrenzt. Neuere
Motorräder und Gespanne dürfen aus Gründen der Sicherheit (kleiner Kurs, keine
Auslaufzonen) nicht starten, sie sind einfach zu schnell. Die Starterzahl in
den Vorkriegsklassen wird immer kleiner, da die Maschinen teilweise kaum noch
Ersatzteile bekommen. Viele der seit
langem in der DHM fahrenden Teilnehmer
steigen aus Altersgründen aus und jüngere Fahrer wollen neuere Maschinen
bewegen, auch wenn es sich um eine Gleichmäßigkeitsveranstaltung handelt.
Das Thema Sicherheit kommt dabei ganz schnell zum tragen,
Auslaufzonen müssen her und das ist auf dem Stadtkurs nicht machbar.
Das bedeute handeln, sonst ist es mit dem Schottenring Classic Grand
Prix in wenigen Jahren vorbei und dann gibt es keine Einnahmen für die
Gastronomie, Hotels, Pensionen, Geschäfte, Feuerwehren, Sportvereine und
wer sonst noch so alles davon profitiert.
Wer Angst hat das hier eine Rennstrecke entsteht, bei der an
jedem Wochenende ein Rennen starten soll kann beruhigt werden. Wir planen bis
zu zwei Zuschauerveranstaltungen, mehr ist auch aus organisatorischen Gründen
nicht drin. Wir machen alles in unserer Freizeit, das wird auch so bleiben und
wer schon mal eine Veranstaltung geplant hat weis wie viel Aufwand das für die
Organisatoren bedeutet.
Durch Verbindungsstücke entstehen mehrere Streckenvarianten,
was für die Anlieger bedeutet, dass nicht immer die größte Streckenvariante
gefahren wird und somit die Belastung auf ein Minimum gesenkt werden kann.
Sie soll
nicht nur für Motorsport genutzt werden, auch andere Sportarten
können die Anlage nutzen. Inliner, Rad-, Rollskifahrer
könnten hier trainieren und sogar Jugendverkehrserziehung der
Schulen könnte hier stattfinden.
Eine
solche Anlage bedeutet einen deutlichen Ausbau der Strukturverbesserung für
Schotten, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Zudem ist der "Schottenring
Classic Grand Prix" für die Stadt Schotten einer, wenn nicht sogar
die wichtigste Veranstaltung um die Wirtschaftskraft zu stärken. Dem sollten wir uns nicht
entgegenstellen sondern gemeinsam versuchen Schotten nach vorne zu bringen,
auch wenn man dabei vielleicht Kompromisse eingehen muss.

Multifunktionsanlage ansehen |
Angaben zur Strecke:
- Länge der Hauptstrecke ca. 1,956 km (kleinere Varianten durch Verbindungsstücke möglich)
- Breite der Fahrbahn 7 m (in den Kurven bis 10 m)
- Minimaler Radius 18,5 m
- Höhendifferenz ca. 35 m
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Bericht Kreis-Anzeiger vom 24.03.2009 Michael Giers
Neuer Rennkurs: MSC Schotten will "Gas geben"
Wenn die baulichen Voraussetzungen für
Multifunktionsanlage erfüllt sind, wird erster Spatenstich beim
nächsten Classic Grand-Prix ins Auge gefasst.
Michael GiersSCHOTTEN. Nachdem das Stadtparlament jüngt einstimmig die
Einleitung der baurechtlichen Voraussetzungen für die geplante
Multifunktionsanlage und damit für die neue Rennstrecke des
Motorsportclubs "Rund um Schotten" beschlossen hat, laufen die
Realisierungsmaßnahmen im Verein weiter auf Hochtouren, wobei
ehrgeizige zeitliche Ziele den Handlungsspielraum bestimmen. Eine
treibende Kraft und "Vater der Idee", was den künftigen Standort
betrifft, ist Sportleiter Manfred Hirth, einer, der durch realistische
Einschätzungen auffällt: "Wenn alles optimal läuft, wenn alle
Genehmigungen zeitnah erfolgen und die Planungen nicht durch
irgendwelche Störungen von außerhalb zurückgeworfen werden, dann können
wir den ersten Spatenstich am Rennwochenende im August dieses Jahres
absolvieren." Und Pressesprecher Mike Riedner fügt hinzu: "Klappt der
Termin, und eigentlich spricht nichts dagegen, dann ist es sehr
wahrscheinlich, dass der Internationale Classic Grand-Prix 2010 schon
auf der neuen Strecke durchgeführt wird." Im Herbst 2009 sollen in
Folge des ersten Spatenstichs mit den Arbeiten begonnen werden. Der MSC
Schotten will richtig "Gas geben" bei dem Projekt.
In diesem Jahr
wird am 15. und 16. August noch einmal der 1,4 Kilometer lange
Schottener Stadtkurs Austragungsort des historischen Motorradrennens
sein, zu dem über 300 Fahrer aus dem In- und Ausland sowie bis zu 20
000 Besucher erwartet werden.
Der neue Kurs entsteht an der Straße von Schotten nach Rudingshain
hinter der Abzweigung zum Hoherodskopf (siehe Skizze), ganz in der Nähe
des Vogelparks. Die Strecke wird auf 1,9 Kilometer lang sein. Die
Planungsfirma "Rebo Consult" aus Thüringen hat nach Angaben von Riedner
schon detaillierte Ausarbeitungen zu dem Objekt erstellt und der
Vereinsführung vorgelegt. Favorit bei der Bauausführung ist die Firma
Stutz GmbH & Co. KG aus Kirchheim-Kemmerode, die im Straßen- und
Streckenbau mannigfache Erfahrung in die Waagschale werfen kann.
Geschäftsführer Hans-Georg Stutz, der selbst schon als aktiver
Rennfahrer sportliche Akzente setzte, ist Mitglied beim MSC Schotten,
kennt die Bedürfnisse des Vereins genau.
Während der Ausführungsarbeiten soll stark auf die Kosten geachtet
werden. Mike Riedner: "Da wird in den Kurven der Rennstrecke Richtung
Rudingshain auch Erdaushub notwendig sein. Dieser wird aber nicht teuer
entsorgt, sondern dort wieder aufgetragen, wo die Naturtribünen für die
Zuschauer entstehen. Das gibt ordentlich Platz." Ohnehin hätten die
Besucher an der neuen Strecke einen erheblich besseren Überblick über
das Renngeschehen als am Stadtkurs, betonte Sportleiter Manfred Hirth.
Sowohl er als auch Riedner legen zudem Wert auf die Betonung, dass auf
dem neuen Terrain die Kosten für den Verein eine erhebliche Reduzierung
erfahren. Allein die 4 000 Strohballen an der bisherigen Strecke auf-
und abzubauen war ein immenser Aufwand, der in dieser Größenordnung
wegfällt, weil der neue Kurs mit Leitplanken abgesichert wird. Da die
Multifunktionsanlage sich nicht nur auf motorsportliche Aktivitäten
beschränkt, sondern auch als Übungs-, Trainings- und Wettkampfstrecke
für Inliner, Rollskiläufer sowie Radsportler dienen und auch ein
Verkehrserziehungsprojekt integriert werden soll, ist ständige Pflege
und Instandhaltung vonnöten. In einer Kooperation mit der Schottener
Reha soll diese Aufgabe bewältigt werden, was für das gemeinnützige
Unternehmen ebenfalls von Bedeutung ist.
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Neuer Rennkurs an historischer Stätte
MSC Schotten plant eine neue Multifunktionsanlage am Vogelpark - Auch für andere Sportarten nutzbar
Bericht Kreis-Anzeiger vom 28.02.2009 Stefan Weil
Seit 20 Jahren dröhnen die Motoren. Wenn jeweils am
dritten Wochenende im August der MSC Rund um Schotten die
Motorsportfreunde einlädt, beim Schottenring Classic Grand-Prix
Rennluft zu schnuppern und spektakuläre Fahrszenen hautnah
mitzuverfolgen, kommen die Fans in Scharen. Bis zu 20 000 Besucher
zählten die Verantwortlichen, ein Besucherstrom, aus dem sich auch eine
gutes Stück Wirtschaftskraft für die Vogelsberggemeinde generiert. Auch
im kommenden Sommer wird dies wieder so sein. Die 21. Auflage der in
der Motorsportszene hoch angesehenen Veranstaltung ist für den 15. und
16. August terminiert.
Gut möglich aber ist, dass dies dann die
letzte Veranstaltung auf dem 1,4 Kilometer langen Stadtkurs im
südlichen Bereich der Kernstadt sein wird. Schon seit längerer Zeit
suchten die Verantwortlichen des MSC nach einer Alternative für den
Rennkurs, um die Veranstaltung zukunftsfähig zu machen. "Die
Organisation war jedes Jahr alles andere als einfach", erläutert
MSC-Vorsitzender Wolfgang Wagner. Immerhin mussten für das Spektakel
öffentliche Straßen genutzt werden, und insbesondere die Sperrung und
rennmäßige Herrichtung der Bundesstraße mit den entsprechenden
Sicherungsmaßnahmen sei mit hohen Kosten verbunden gewesen.
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Erster Entwurf von Hans Pröscher Schotten |
Jetzt rückt eine Alternative in greifbare Nähe, die sogar - aus
historische Gründen - sehr attraktiv wäre. Als neues Areal wurde die
Fläche rechts der Straße nach Rudingshain ab dem Abzweig nach
Michelbach gewählt. Dort, gegenüber dem Vogelpark, befand sich auch der
frühere Start- und Zielbereich des alten Schottenrings, auf dem als
Höhepunkt im Jahr 1953 ein Weltmeisterschaftslauf für Motorräder
stattfand. Heute zeugt allerdings nur noch eine Unterführung unter der
Kreisstraße von den früheren Einrichtungen.
Am kommenden Dienstag werden die Mitglieder des Bauausschusses und des
Haupt- und Finanzausschusses über einen Aufstellungsbeschluss für das
Gebiet entscheiden, um den Bau der neuen Rennstrecke planungsrechtlich
zu ermöglichen. |
Die neue Einrichtung wird nicht nur auf motorsportliche Aktivitäten
beschränkt bleiben. Die "Multifunktionsanlage MSC Schotten" mit einem
1,9 Kilometer langen Asphaltband als Kernstück soll auch als Übungs-,
Trainings- und Wettkampfstrecke für Rollskiläufer, Inline-Skater und
Radsportler dienen. Eine Idee, die bei Erwin Mengel, dem Vorsitzenden
des mit 1 400 Mitgliedern größten Schottener Sportvereins TGV, auf
offene Ohren stößt. "Das ist sicherlich eine gute Alternative zu dem
Rundweg um den Stausee, denn dort besteht wegen der Fußgänger eine
gewisse Unfallgefahr. Gerade für unsere jungen Skilangläufer im
Stützpunkt Vogelsberg, aber auch für eine Radsport-Veranstaltung könnte
die neue Anlage sehr interessant sein."
Optimistisch gibt sich Wolfgang Wagner. "Die Leute sind gegenüber dem
Projekt sehr positiv eingestellt, von allen Seiten haben wir für unser
Vorhaben eine grundsätzliches Zustimmung erhalten." Das gilt
beispielsweise für Naturschutzbehörden und Landkreis. Wenn es nach den
Vorstellung des MSC-Funktionärs geht, könnten bereits 2010 zum ersten
Mal die Motoren am "neuen Kurs an historischer Stätte" brummen. Neben
der seitherigen Veranstaltung ist jährlich die Durchführung einer
weiteren ins Auge gefasst. Der ADAC, so der MSC-Chef, habe bereits
seine Beteiligung bei der Finanzierung signalisiert.
Auch im Schottener Rathaus wird das Projekt positiv bewertet. "Das ist
eine ganz wichtige Infrastrukturmaßnahme für Schotten, wenn diese
hochkarätige Veranstaltung auf Dauer erhalten wird", sagte Susanne
Schaab-Madeisky auf Anfrage. Neben der "räumlichen Nähe zum
historischen Schottenring" würde dadurch auch eine ganzjährige
Trainingsmöglichkeit für Jugendliche in verschiedenen Sportarten
geschaffen. Der günstige Standort mit seiner guten Anbindung an die
Kernstadt und der Nähe zum Vogelpark sei darüber hinaus auch ein
gewichtiges Marketinginstrument, um letztlich die Wirtschaftskraft in
der Region erhöhen zu können. |
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